Das Nationaltheater „Radu Stanca“ Sibiu präsentiert im September die Voraufführung und die Premiere der Inszenierung „Die Schule der Frauen“ nach Molière in der Regie von Cristi Juncu. Die Voraufführung findet am Donnerstag, dem 10. September, um 19:00 Uhr statt. Die Premiere ist für Freitag, den 11. September, ebenfalls um 19:00 Uhr, im TNRS, Bulevardul Corneliu Coposu Nr. 2, angesetzt. Karten sind online unter www.tnrs.ro sowie an der Theaterkasse in Sibiu erhältlich.
Regie, Übersetzung, Bearbeitung und musikalische Gestaltung stammen von Cristi Juncu. Das Bühnenbild entwarf Carmencita Brojboiu, die Choreografie stammt von Vlad Furtună. Zur Besetzung gehören Nicu Mihoc, Antonia Dobocan / Crina Dumitrașcu, Andrei Gîlcescu, Adrian Matioc, Pali Vecsei / Ștefan Tunsoiu, Codruța Vasiu / Serenela Mureșan, Liviu Vlad und Mihai Coman.
Überzeugt davon, dass die Intelligenz der Frauen der sicherste Weg zur Untreue sei, hat Arnolphe die junge Agnes in einer sorgfältig überwachten Unwissenheit aufgezogen. Er hielt sie von der Außenwelt fern und erzog sie nach den 1.623 Regeln der Ehe – die selbstverständlich von ihm selbst erdacht wurden! –, um aus ihr eine gehorsame zukünftige Ehefrau zu machen, die unfähig wäre, ihn zu betrügen.
Der Plan scheint makellos. Bis Horace auftaucht. Eine Verbeugung, eine Liebeserklärung, ein heimlich zugesteckter Brief – und Agnes entdeckt die Liebe und vor allem ihren eigenen Willen. Arnolphes gesamter Plan fällt in sich zusammen und er wird zum Gefangenen seiner eigenen Strategie.
In der Regie von Cristi Juncu wird „Die Schule der Frauen“ zu einer bissigen und überraschend aktuellen Komödie über Besitzdenken, die Angst vor Lächerlichkeit und die Illusion, ein Mensch könne dazu erzogen werden, einem anderen zu gehören. Molières Meisterwerk der klassischen Komödie erhält einen zeitgenössischen Rhythmus durch eine rasante Folge von Situationen, in denen sich Farce und Gesellschaftskritik zu einem Theatererlebnis für jeden Geschmack verbinden.