Die Ankunft des Professors Serebrjakow auf seinem Landgut, zusammen mit seiner jungen Ehefrau Jelena, legt zahlreiche Frustrationen einer nicht allzu fernen Vergangenheit offen, ebenso wie eine Reihe bislang unbekannter Leidenschaften der Gegenwart. Sonja, die Tochter des Professors, verspürt die ersten Regungen der Liebe für einen örtlichen Arzt, Doktor Astrow, während dieser zugleich in stillem Wettbewerb mit Wanja steht – dem Verwalter des Gutes (und ehemaligen Schwager des Professors) –, um Jelenas Gunst zu gewinnen.
Schritt für Schritt entfaltet sich die unsterbliche Geschichte von Schicksalen, die durch die Leidenschaft unmöglicher Lieben zerbrochen sind, ebenso wie durch die beinahe absurde Existenz von Idealisten, die sich mit Langeweile, Reue und der Qual eines vorzeitigen Alterns konfrontiert sehen.
Neil LaBute greift Tschechows klassisches Stück neu auf, um die menschliche Existenz von gestern und heute zu erforschen, in einer dynamischen und sensiblen Inszenierung, die dem Publikum eine zeitlose und universelle Metapher des Kampfes mit den eigenen inneren Dämonen vor Augen führt.
Über Neil LaBute
Neil LaBute ist Regisseur, Drehbuchautor und einer der innovativsten amerikanischen Dramatiker. Seine Stücke wurden in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa übersetzt und aufgeführt, darunter: Bash: Latter-Day Plays (1999), The Mercy Seat (2002), Autobahn (2003), Fat Pig (2004), Some Girl(s) (2005), In a Dark Dark House (2007), Reasons to Be Pretty (2008), Helter Skelter (2008), Land of the Dead (2008), The Break of Noon (2010), The Furies (2009), In a Forest, Dark and Deep (2011), Lovely Head & Other Plays (2013), Reasons to Be Happy (2013), Money Shot (2014), The Way We Get By (2015).
Er schrieb Drehbücher für zahlreiche Spielfilme, darunter: In the Company of Men, Your Friends & Neighbors, Nurse Betty, Possession, The Shape of Things, The Wicker Man, Lakeview Terrace, Death at a Funeral, Some Girl(s), Some Velvet Morning, Dirty Weekend, sowie für Kurzfilme wie: Tumble, After-School Special, Sexting, Denise, Double or Nothing, Bench Seat, Sweet Nothings, BFF, It’s Okay.
Im Jahr 2013 erhielt LaBute den Literaturpreis der American Academy of Arts and Letters. 2023 wurde er Mitglied der International Association of Theatre Leaders (IATL).