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2018-01-25 19:00:00

Woyzeck

von Georg Büchner

im Nationaltheater RADU STANCA

 

REGIE: Alexa Visarion
BÜHNENBILD: Alin Gavrilă
SPRACHTRAINING: Almuth Franziska Hattwich, Tim Schüler
BESETZUNG: Johanna Adam, Veronica Arizancu, Cristina Blaga, Emőke Boldizsár, Daniel Bucher, Anca Cipariu, Ioana Cosma, Robert Fekete, Ali Deac, Simona Negrilă, Alexandru Malaicu, Alexandra Murăruș, Cătălin Neghină, Eduard Pătrașcu, Fabiola Petri, Daniel Plier, Viorel Rață, Valentin Späth, Dana Taloș, Ștefan Tunsoiu, Raj-Alexandru Udrea, Pali Vecsei, Liviu Vlad

DAUER: 1h 45min / PREIS: 25 RON; Ermäßigt: 0 RON

Das Stück ist ein Geheimnis, ein Fragengestrüpp, durch welches sich das Wesen des Menschen wühlt. Es ist Ort und Zeit für ein Geständnis, unser Geständnis, das Geständnis aller. Mensch gegen Mensch, Gedanken gegen Gedanken, Leben gegen Leben, jeder in seiner Verzweiflung tief, lakonisch, herzzerreißend... Historischer und ewiger Mensch zugleich.
Nüchternheit und Wahnsinn miteinander verflochten.
Instinkt und die Folter der Vernunft.
Sowohl Shakespeare als auch Brecht.
In einem kleinen Städtchen, von Mensch verschwitzt, vor Nichtigkeit und Hoffnung stinkend,voller Verirrung und Aktivität, wiederholen sich unablässig, Tag für Tag, Stunde um Stunde die immergleichen besessenen und quälenden Handlungen, Reaktionen, Sensationen. Die Menschen nagen an der Zeit und vergehen, während sie mit Wahrheiten um sich werfen, deren Sinn sie nicht, niemals begreifen.
Wir haben einen dramatischen Text vor uns, seine unzähligen Varianten, von Büchner selbst als Versionen HI, H2, H3, H4 niedergeschrieben.
Wir wollen uns in das Abenteuer einer Inszenierung stürzen, in der sich Besessenheit und Besinnung gegenseitig bedingen. Menschen, die nach Freiheit rufen und der Tyrannei applaudieren, Menschen aus Fleisch und Blut, gut und gleichzeitig schlecht, so wie es nur wahrhafte Kunst zu erdenken vermag, wird uns offenbart. Eine Stadt der Welt, ein Theater der Welt, die quälenden Fragen der Welt.
Ein Ort, der vom elenden und beunruhigenden Leben ausgequetscht wurde, der uns seinen Rücken zudreht, mit deformierten Löchern, die das Gewürm und die Leidenschaft überdecken, Woyzecks Stadt, erbaut aus den Überbleibseln zig toter Vorstellungen, die im Fundus des Theaters verrotten, ein Bühnenbild aus Bühnenbildern, ein Labyrinth voll Sackgassen, in welchem sich die Menschheit frei von jedem Vorurteil zeigt.
Ein solcher Text kann das Leben einer Gruppe verändern.
Ein solches Theater ordnet sich nicht mehr einer gut gemachten Inszenierung unter, eine solche Verlockung veredelt die Bedeutung.
“Wir sind so einsam”
Der Büchnersche Imperativ “Muss” durchbricht die Zeit mit unerbittlicher Verbitterung.

PREMIERE AM: 20.09 .2017
VORSTELLUNG IN DEUTSCHER SPRACHE MIT RUMÄNISCHEN ÜBERTITTELN
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