spiel
info

EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL

von Wolfram Lotz

 

REGIE: Josef Maria Krasanovsky
DRAMATURGIE: Genia Enzelberger
REGIEASSISTENZ: Paula Breuer
ŰBERSETZUNG: Eva Frățilă
BÜHNENBILD: Josef Maria Krasanovsky
KOSTÜME: Andreea Săndulescu
VIDEO: Dan Basu (video mapping) / Oszkár Mucha (trailer)
MUSIK: Claudiu Urse
PROJEKTMANAGER: Hunor Horvath
BESETZUNG: Cătălin Neghină (Ingo), Johanna Adam (Purl), Emőke Boldizsár (Rafinesque; eine Erscheinung), Daniel Bucher (Klaus Alberts; Kleist), Anca Cipariu (Unhold), Cristina Juks (Politikerin), Cătălin Neghină, Karina Pele (Lum), Daniel Plier (Dicke Frau, Unhold), Valentin Späth (LdF), Ana Tiepac (Hilda).

DAUER: 1h 30min / PREIS: 25 RON; Ermäßigt: 0 RON

Hast du eine Nachricht die du ins All schicken möchtest? Mittels SMS, WhatsApp oder vielleicht E-Mail? Welche ist diese Nachricht, die so grundlegend für das menschliche Dasein auf der Erde ist? Welcher ist der Sinn des Lebens? Was passiert nach dem Tod? Wie bekämpfst du das Gefühl der inneren Lehre? Lohnt es sich, sich zu quälen, sich zu rebellieren, für seine eigenen Wünsche und Interessen? Was erlaubt es uns, hier zu sein? Ist alles zufällig? Was ist vorübergehend und was wird überleben: unsere wahnsinnige Gegenwart oder die Zukunft? Was ist wahr, was ist wichtig, was ist ,,toxisch”? Das ist nur ein Teil der Fragen die während des neuesten Theaterstücks „Einige Nachrichten an das All” von Wolfram Lotz, unter der Regie von Josef Maria Krasanovsky, der deutschen Abteilung des Nationaltheaters Hermannstadt dem Publikum gestellt werden.

„Einige Nachrichten an das All”, das unanständigste Theaterstück der zeitgenössischen Dramaturgie. Im Stück „Einige Nachrichten an das All” von Wolfram Lotz versuchen zehn komplett verschiedene und ungewöhnliche Figuren genau diese Fragen zu beantworten. Von der Kritik gefeiert als „das intelligenteste, reellste und unanständigste” Stück der zeitgenössischen Dramaturgie, ist dieses Werk voll von unmöglichen Regieanweisungen und nervigen Fußnoten die am Leben zu kommen scheinen, außerhalb des unermüdlich fließenden Textes. Das Stück wirft Fragen auf die Grenzen der menschlichen Kommunikation, verstößt gegen alle Regeln der klassischen Dramaturgie und zweifelt das Theater und dessen Definition in mehrfacher Hinsicht an. „Einige Nachrichten an das All” von Wolfram Lotz ist oft als das intelligenteste Stück der Gegenwart dargestellt.





„,,Einige Nachrichten an das All” in Szene zu setzen gleicht der Erstellung des Architekturprojektes für den Babelturm. Lotz verlangt das Unmögliche von uns Theatermacher. Er verlangt, dass die Figur aus dem Blickfeld der Zuschauer verschwindet, dass die Figuren so spielen, als würden sie es nicht tun. Das Theater von Lotz fordert uns auf, neue Lösungen und Inszenierungsmöglichkeiten zu finden. Das kann einen verrückt machen oder ihn dazu bringen, sich in ihn zu verlieben - so wie es mir passierte. Auch wenn das Stück keinen Erzählfluss hat, enthält es die wichtigen, ewigen Fragen: Wer sind wir? Wofür lohnt es sich, zu leben? Gibt es einen Sinn in diesem großen Ganzen? Lotz stellt diese Fragen mit einer großen Leidenschaft und ich habe versucht, diese Leidenschaft der Fragestellung an die Figuren des Stücks zu übertragen. Das ist nicht ein Stück, das Fragen beantwortet, sondern eins das Fragen über Fragen aufwirft. Das ist das Konzept der Aufführung für mich: wir sollen uns von den wichtigen Fragen, die die Antworten beantworten, überwältigt lassen. Oder in anderen Worten: es ist ein Stück mit Bildern über Alles und Philosophien über Nichts, wenn ihr wollt...” Josef Maria Krasanovsky, Regisseur.

Die absurde Komödie charakterisiert die Stücke von Wolfram Lotz.


Wolfram Lotz wird als ein sehr geschätztes Dramaturg des Gegenwartstheaters anerkannt. 1981 geboren, schreibt der Autor keine „gut gemachten” Stücke, sondern er nimmt Abstand von den traditionellen Theaterformen. Seine Stücke erfüllen nicht die Zwecke des Theaters, sondern bestreiten sie. Nicht weil er an das Theater nicht glaubt. Im Gegenteil. Seine Stücke sind Szenenutopien in denen eine verschiedene Welt gebaut wird, ein anderes Theater, eine andere Stellung zur Realität. Auch wenn die absurde Komödie seine Stücke charakterisiert, sind diese eigentlich sehr ernst. Er ironisiert die Ironie und schafft mittels lebendigen Darstellungen einen Raum voller Möglichkeiten, der alles bietet, um die Fantasie frei laufen zu lassen. Mittels seinen Stücken zwingt Lotz das Theater, sich neu zu erschaffen, sich neu zu durchdenken und sich zu erneuern.

Wolfram Lotz ist mit halben Maßen nicht zufrieden. Er provoziert, zerlegt, zerstört... und baut wieder auf. Der Autor, der aus der Poesiewelt kommt, lernt das Theater durch die Augen eines Fremden kennen und verstößt ständig gegen die Regeln der klassischen Dramaturgie. In seinen Stücken wird die Außenwelt durch aufeinanderfolgende Fragmente widerspiegelt. Es gibt keine Tabus. Die Suche nach dem vorgeblichen Sinn des Lebens wird zu einem philosophischen Mülleimer, in dem die Figuren mit Zärtlichkeit belebt werden, während sie die allgegenwärtige Angst des Vergehens ihres Lebens fühlen. 

Das Theaterstück „Einige Nachrichten an das All” wurde mithilfe der Unterstützung des Unternehmens REBTIC, des Österreichischen Kulturforums und des Instituts für Auslandsbeziehungen - IFA Deutschland realisiert.

Herzlichen Dank auch an der ASTRA Bibliothek Sibiu, dem Demokratischen Forum der Deutschen aus Hermannstadt, der Kunstgewerbeschule „Ilie Micu” Hermannstadt und der Frau Beatrice Ungar.

Aufführung in deutscher Sprache

PREMIERE ON: 14 NOVEMBER 2019

spielplan
agenda
sibfest.ro
link
sibiuartsmarket.ro
link
citiesonstage.eu
link
bespectactive.eu
link
IFA
link
PIC
link
VOICES
link
focus
info

Die österreichische Band Wiener Blond auf der Bühne des Nationaltheaters Radu Stanca Sibiu

Nachdem sie in Oktober in Bukarest konzertiert haben, kehren die Wiener Blond am 3. und 4. März nach Rumänien zurück, für zwei weitere Auftritte: in Temeswar und in Hermannstadt. Das Duo besteht aus den jungen MusikerInnen Seb..

citeste tot articolul

TNRS erwartet Publikum in Esch

Die deutsche Abteilung des Nationaltheater „Radu Stanca“ Sibiu präsentiert in Esch „Goldberg-Variationen“ von George Tabori, in einer Koproduktion mit dem Theatre Municipal de la Ville d’Esch-sur-Alzette (Luxemburg)..

citeste tot articolul

Erneut Gastspielaustausch zwischen den deutschen Bühnen in Hermannstadt und Temeswar

Auf Anregung von Constantin Chiriac, Generalintendant des Radu-Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt, nehmen die deutschen Bühnen aus Hermannstadt und Temeswar die alte Tradition des gegenseitigen Gastspielaustausches der beiden rumäniendeut..

citeste tot articolul