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BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER

von Max Frisch

im Nationaltheater Radu Stanca

 

REGIE: Gavriil Pinte
BÜHNENBILD: Roxana Ionescu
ÜBERSETZUNG INS RUMÄNISCHE: Paul B. Marian și Suzi Hirsch
SPRACHTRAINNING: Almuth Hattwich
BESETZUNG: Anca Cipariu, Alexandra Murăruș, Renate Müller-Nica, Fabiola Petri, Cristina Blaga, Denisa Lupu, Daniel Bucher, Cătălin Neghina, Lucian Pană, Daniel Plier, Valentin Späth, Liviu Vlad, Viorel Rață, Alexandru Malaicu

DAUER: 1h 30min / PREIS: 25 RON; Ermäßigt: 0 RON

„Biedermann und die Brandstifter” – Regievermerk:
Es gibt Theaterstücke, die heute aktueller sind als sie zu der Zeit waren, in der sie geschrieben wurden. Vielleicht dank vorausschauender Schriftsteller (, die ihre Stücke für kommende Ereignisse offen gelassen haben) - mit Sicherheit aber trägt auch die Geschichte ihre Mitschuld daran.
BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ist ein solches Stück. Die Attentate des Extremismus (Was für ein Gerichtshof richtet eigentlich diese Verbrechen gegen die Menschheit?) haben Max Frischs Text zu einem Stück von hoher Aktualität gemacht. Ich muss gestehen, dass mich als Regisseur dabei nicht die unmittelbare Aktualität interessiert, sondern dass ich vielmehr an Texten interessiert bin, die eine beständige Aktualität auszeichnet.
Die augenblickliche Aktualität interessiert mich aus dem Grunde nicht, weil das Theater niemals und nirgendwo in der Lage gewesen ist, soziale oder politische Probleme zu lösen. (Das weiß man! Und auch linke oder rechte Aktivisten dürfen das nicht behaupten, sie können uns nicht vom Gegenteil überzeugen, selbst wenn sie 7 runde Tische oder 8 quadratische und 13 intelligente Festivals organisieren über die Modethemen, die in der Sommer-Herbst Saison getragen werden oder über die Winter-Frühling-Trends.) Ich glaube, dass das Theater in anderen Bereichen wirkt. Wenn, in unserem Fall, die Extremisten, von denen im Stück die Rede ist, ins Theater kämen, (Gott behüte!), dann sicherlich mit anderen Zielen, als sich zu verbessern. Glaubt wirklich jemand, dass ein Extremist ins Theater ginge, die Vorstellung sähe und infolgedessen seine Attentate unterließe?
Im Ernst! (in Sinne Radu Cosasus, dass das Leben nicht tragisch, sondern ernst genommen werden sollte!)
Das Stück versucht ein Röntgenbild des „Dialogs“ zwischen Extremismus als unmenschliche, kriminelle Tat und der genauso kriminellen Tat der Toleranz des Unmenschlichen zu sein.
Das Böse und die Kompromisse der Akzeptanz des Bösen.
Kriminelle Attentate und die Heuchelei, die sie akzeptiert (inklusive die der „political corectness“).
Der Extremismus und die Feigheit.
Der Extremismus und die Dummheit (auf spiritueller Ebene ist auch die Dummheit eine Sünde).
Die Schuld der Heuchelei, der komplizenhaften Feigheit und der einfallsreichen Dummheit, und ihre Konsequenzen... physische sowie spirituelle.

PREMIERE AM: 05.11.2016
VORSTELLUNG IN DEUTSCHER SPRACHE MIT RUMÄNISCHEN ÜBERTITTELN
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