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Uraufführung Tattoo

25-Oct-2014

Ein Stück welches Ideale und Werte eines jeden von uns hinterfragt. Skurrile Szenenwandlungen in einem fetzigen Tempo führen den Zuschauer bis zum ironisch-bitteren Ende des Stückes auf eine Achterbahn der Gefühle. Mit humorvoll-grotesken Regieeingriffen, erschafft der Regisseur Radu Afrim eine Traumwelt in der alles möglich ist. Die Grundfrage nach Idealen in und um die Kunst wird in den Alltag hineinversetzt und an einem völlig „normalen“ Ereignis analysiert: Ein Mensch stirbt und vermacht seinen Körper Freunden. Was werden diese damit wohl anfangen? Dass diese Geschichte mehrmals rasante Wendungen nehmen wird, ist wohl klar. Soweit zur Inszenierung, was nun auf der Bühne vor sich geht, dürfen/wollen wir nicht so ohnehin verraten. Soviel sei gesagt, es wird nie langweilig. Eine gekonnte Zusammenfügung von Regie, Bühnenbild, Kostüme, Projektionen und Schauspieler bringt Radu Afrim in seiner ersten Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater RADU STANCA in Sibiu. Die Textauswahl, eigentlich keine Überraschung mehr, wenn wir von Radu Afrim sprechen, eine Uraufführung in Rumänien. Humorvolle Gestalten in einer Tirade von bissigen Dialoge, fetzen über die Bühne so dass man kaum das Wegschwinden der zwei Stunden verspürt.  Der Text der zwei Schweizer Autoren bietet eine Vielfalt von poetischen Stellen, die hin und wieder aus der Wirklichkeit gleiten, was perfekt zu Radu Afrims Inszenierungsstil passt, welcher dem Ganzen einen notwendigen Zusatz an quirligen Humor und Schräge verleiht.

Motto des ganzen ist "Gute Kunst ist eben ansteckend". Ja, weil es in diesem Stück um Künstler und um Kunst geht. Allgemeine Fragen nach dem Wert der Kunst/des Künstlers implizit, werden thematisiert - jedoch nicht als wissenschaftlich-theoretischer Exkurs, sondern mit subtiler Ironie und viel, sehr viel Humor. Alles und nichts von dem was auf der Bühne passiert ist und ist nicht wirklich. Wenn wir philosophisch werden wollen, dann gehts schlicht und ergreifend um Sein und Schein in der Kunst, in der Welt, im Leben. Was ist die Rolle der Kunst? Nun wie Tiger - der erfolgreichste von den Künstler in unserem Stück -  es so schön ausdrückt: Das ist unser Beitrag zum allgemeinen Wohlsein. Was macht der Künstler? Er entführt das Denken des Betrachters in eine bestimmte Richtung, ohne dass es der Betrachter bemerkt. Wir sind Hyjacker. Der Wert unserer Arbeit hängt davon ab, wie gut wir das Denken der Leute entführen können. ... die Richtung ist egal, bloss weg vom Denken. Die Leute denken nicht gerne, weil sie insgeheim wissen: es führt zu nichts. Und in diesem Glauben musst du sie belassen.


 photo@ Dragos Dumitru

  
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