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Lyrische Zeitreise 4 D

24-Nov-2014

mit: Daniel Bucher und Wolfgang Kandler

Projektpartner: Das DAAD-Lektorat an der Lucian Blaga Universität und die deutsche Abteilung am NTRS mit freundlicher Unterstützung des Konsulates der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt.

Verloren in einer materiellen Welt, vergessen wir viel zu oft zu träumen. Durch das vorliegende Projekt, haben wir uns vorgenommen eine Zeitreise durch die deutsche Dichtung in Versform zu unternehmen und dem vor allem jungen Publikum den Weg über die poetische Suche nach dem Ich/selbst wieder in Erinnerung bringen.

Angestrebt wird eine Zeitreise von der Klassik in die Moderne, wobei die Klassik einen Vorteil hat als durchgehende Präsenz in den Lehrbüchern, jedoch die Moderne vor allem dem jungen Publikum gänzlich unbekannt bleibt.

In der Vorbereitung des Projektes kam das Gespräch darauf, was moderne deutsche Dichter eigentlich sind. Bei diesem Punkt spalten sich die Meinungen. Sind wohl Kafka, Brecht, Fried noch modern? Wohin bewegt sich die zeitgenössische deutsche Dichtung? Wann und in welchem Kontext werden in unserer Zeit noch Gedichte gelesen und vor allem von wem? (wohlbemerkt, fand das Gespräch nicht unter Germanisten statt und auch nicht unter Bibliothekaren, sondern eher unter "Normalo-dichtkunst-konsumenten" die bei Gelegenheit gerne auch ein Gedichtband kaufen). Also dann, was charakterisiert nun letztendlich die zeitgenössische deutsche Dichtkunst für den Normalverbraucher? Sind es die knappen, rohen Texte der Songs aus der Neuen Deutschen Welle oder aber die noch näher in der Zeit rückenden rhythmisch verdichteten Debatten der Slam Poeten?

Die rumänische Literatur hat die markante Dada-Bewegung und die Avantgarde als letzten großen Höhepunkt in der Entwicklung der Lyrik. Oskar Pastior, als Paradebeispiel für beide Länder ist einer der Vertreter. Die Amerikanische Lyrik hat die Beat Generation die übergreifend in der Musik und in der Kunst überhaupt sehr präsent ist. Der deutschsprachige Social Beat entwickelt sich aber erst in den 90er Jahren als Undergroundbewegung und behält noch einige Autoren in der Poetry-Slam-Szene. Wahrscheinlich werden wir es nicht schaffen an einem Abend all diese Aspekte eingehend zu analysieren. Was wir versuchen wollen ist, an einem Abend die Entwicklung der deutschen Lyrik angefangen mit Schiller, Goethe, Kleist, Heine, Büchner zu Rilke, Fried und Kafka später Brecht, Brasch, Jelinek, Jandl und Gerd Hunger vorzustellen und damit eine Publikumsdiskussion anzuregen zur Entwicklung der deutschen Dichterkunst bis hin zur Moderne.

Unser Zielpublikum sind maßgeblich deutschsprechende Jugendliche und Studenten, jedoch planen wir auch eine Vorstellung im Altersheim und in Buchhandlungen. Das Projekt soll die Entwicklung der deutschsprachigen Lyrik auf einer angenehm-lockeren Weise darstellen. Wir suchen eine dem Zielpublikum angepasste Darbietungsform der Gedichte, dementsprechend hat die Vorbereitungsphase mit Proben und Ausarbeitung der Materialien - Auswahl der Gedichte, thematische Abstimmung, roter Faden und Übergänge etwa einen Monat in Anspruch genommen.

Die erste Zeitreise bzw. die erste Lesung findet am 25. November im Karl Wolff Altenheim und an der Brukenthalschule, gefolgt von weiteren Vorstellungen am 27.November im DAAD-Lektorat am Germanistiklehrstuhl der Lucian Blaga Universität und in der Erasmus – Buchhandlung.

Erwartet wird eine direkte Auseinandersetzung des Publikums mit den in dieser Präsentation angedeuteten Aspekten zur Entwicklung deutscher Lyrik sowie eine Promovierung eben dieser.

  
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